Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Fotos: Hélène Binet, London
Titel:Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Ort:Köln
Architekt:Atelier Peter Zumthor & Partner, Haldenstein
Bauherr:Erzbistum Köln, Generalvikariat, Köln

 

Juryvotum

Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln versteht sich als „lebendes Museum“: Das Präsentationskonzept zeigt Arbeiten aus verschiedenen Kunstepochen in wechselnden „Gegenüberstellungen“, unabhängig von stilgeschichtlichen oder medialen Zusammenhängen. Im Zentrum der Rezeption des Betrachters steht der direkte Dialog mit der Kunst.

Die Architektur des Gebäudes spiegelt diese anspruchsvolle Idee des Dialogs mit ihren Mitteln. Sie ist eine atmosphärisch dichte Komposition aus Geschichte und Gegenwart, die mit starken Raumeindrücken und sorgfältig ausgeführten Details eine große Faszination hervorruft.

Den Ausstellungsräumen gemeinsam ist die Schlichtheit der Materialien: Backstein, Mörtel und Lehmputz sowie Naturstein, Terrazzo und geglätteter Estrich auf den Böden. Die Askese und Eleganz des Inneren setzen sich im Stadtraum fort .Hier entfaltet das Museum gestalterische Kraft mit seinem perforierten Fries und den großen Glasflächen. Für die Fassade wurde eigens ein Ziegel im Römerflachformat entwickelt, der sich an dem ockergrauen Sandstein der Ruinenreste von St. Kolumba orientiert. Materialwahl, Lichtführung und sorgfältig komponierte Raumfolgen laden die Besucher des Museums zum meditativen Sehen der Räume, der Kunst und der Stadt ein.

Laudator: Michael Frielinghaus

http://zumthor.tumblr.com/

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