Neubau Sitz der Kulturstiftung des Bundes, Halle
Neubau Sitz der Kulturstiftung des Bundes, Halle
Neubau Sitz der Kulturstiftung des Bundes, Halle
Fotos: Jens Passoth, Berlin
Titel:Neubau Sitz der Kulturstiftung des Bundes, Halle
Ort:Halle an der Saale
Architekten:Dannheimer & Joos Architekten GmbH, München
Bauherrin:Kulturstiftung des Bundes, Halle an der Saale

 

Vor 300 Jahren gründete der Theologe August Hermann Francke vor den Toren Halles eine Armen- und Waisenanstalt, deren pädagogische Reformen und religiöse Erziehung den Zeitgenossen schnell als „Neues Jerusalem“ galt. Heute sind die Franckeschen Stiftungen ein bauliches Ensemble, dessen historischer Kern um den Lindenhof in weniger als einer Generation entstand. Auf dem Stiftungsgelände präsentieren sich die Gebäude aus der frühen Neuzeit als ein beeindruckendes Denkmalensemble. Die Franckeschen Stiftungen stehen als weltweit einzigartiges Beispiel sozialer und pädagogischer Zweckarchitektur auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Kulturstiftung des Bundes erhielt für ihren Neubau einen herausgehobenen Bauort auf dem Areal, schräg gegenüber dem barocken Hauptgebäude am Franckeplatz, in einer bis zum Zweiten Weltkrieg geschlossenen Häuserzeile. Der Neubau schließt die Häuserzeile nicht nahtlos, sondern ergänzt sie als freigestellter Bau, die Frontale lässt einen fügsamen Solitär erkennen. Stilmittel der Franckeschen Stiftungen finden sich auch im Neubau wieder. Der Blick in das Innere der Institution ist gewollt. In seiner Grundrissanlage greift das Haus die Typologie des zerstörten Vorgängerbaus auf.  

Der Neubau verbindet die Ziele der Stiftung – die Initiierung und Förderung nationaler und internationaler innovativer Kulturprojekte – mit zeitgemäßer Baukultur und einer energieeffizienten, nachhaltigen Technologie. Er setzt ein Zeichen für Zeitgenossenschaft und einen bewussten architektonischen Neuanfang im historischen Ensemble.

www.dannheimerjoos.de

 

 

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